NEMO PROPHETA - Jean Daniel Salvat

 

Jean-Daniel Salvat

Vernissage Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe

Am 6. April um 18h30

Ausstellung  6. April -  28. April 2016

 

Die Verdampfung als Technik

Die Ausstellung Nemo Propheta betrachet sich als eine Dialektik des Gemalten und Nicht-Gemalten auf den Spuren Simon Hantaïs. Indem er in dieser neuen Serie eine wasserhaltige Farbe auf Plastik gebraucht und dabei mir nur einer Farbe malt, kann das Ergebnis nicht vorhergesagt werden. Weiße Flächen zeigen sich durch die Verdampfung und die Unvereinbarkeit der Baustoffe. Die Farbe schlängelt sich durch die leeren Zwischenräume, wie eine Art natürlicher Widerspruch zwischen Auflage und Oberfläche, eine Art missglückte Absicht der selben Farbe, wo der Hintergrund Form annimmt, das Feld des Nicht-Gemalten: kaum Monochrome in einer natürlichen Anordnung, zwischen An- und Abwesenheit, ein Rühren zwischen Vorsätzlichem und dem Unvorsätzlichem. Die Hand ist fast abwesend, die Methode ist entscheidend. Eine Äquivalenz zwischen Weiß und Farbe, eine Farbe, welche weiß gewährt, welche gleichwertig zu weiß ist.

Die Kunst Salvats ist eine Art „ablaufende Sache“, welche erstarrt wäre, wenn sich der Künstler auf eine Weise zurückzieht. Der Begriff der Dauer, im Endeffekt des Gedächtnisses, der die Absichten ihrer Verletzbarkeit verschlingt. Hier liegt möglicherweise der Andruck, der diese Malerei durchquert. Aber ist es nicht sein Schicksal, wenn es nach so vielen Jahrhunderten angesagt wurde, im Sterben zu liegen?